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Ehrgeizige minderjährige Flüchtlinge schon gut in Saalfelden integriert

Saalfelden, am 8. März 2016: Seit 4. Jänner diesen Jahres bewohnen 19 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge die neu geschaffene Wohngruppe des Vereins Einstieg in Saalfelden.  17 der  jungen Burschen kommen aus Afghanistan, zwei aus Syrien.

UMF Wohngruppe Saalfelden

Trotz traumatischer Fluchtgeschichten, die es erst mal zu verarbeiten gilt,  sind die jungen Burschen eifrig am Deutschlernen und spielen leidenschaftlich gerne Fußball. Einige sind begabte Tänzer oder haben andere erstaunliche künstlerische Fähigkeiten –  die Büros wurden bereits mit Bildern der „Malerfraktion“ verschönert.  Ein Bursche konnte umgehend im Gymnasium untergebracht werden – seine Deutsch- und Englischkenntnisse reichen aus, um mühelos dem Unterricht zu folgen. Drei Burschen sind unter 16 Jahre alt, somit schulpflichtig und besuchen daher die Neue Mittelschule Saalfelden Bahnhof. Landesrätin Martina Berthold zeigte sich bei ihrem Besuch von dem Eifer, mit dem Deutsch gelernt wird, sehr beeindruckt. Täglich drei Stunden wird in der Einrichtung gebüffelt. Neben den acht BetreuerInnen, die sich um die Jugendlichen kümmern und ihnen Deutschkenntnisse vermitteln, steht an drei Tagen ein zertifizierter DAF – Trainer  (Deutsch als Fremdsprache) zur Verfügung. Finanziert wird die Einrichtung vom Land Salzburg.

Lehre in Mangelberufen möglich

Jugendlicher mit LehrbuchFlüchtlinge zwischen 16 und 25 Jahren dürfen eine Lehre in Mangelberufen beginnen. Darunter fallen: Tourismus-, Hotel- und Gastronomiefachleute, Koch, Systemgastronom, Friseur, Tischler, Dachdecker, Elektrotechniker, der Lebensmittelhandel und Metall- und Zerspannungstechniker. Davon hat bereits  Ali Sahib Hosseini, ein junger Pakistani, der nach seiner hochdramatischen dreimonatigen Flucht zu Fuß zunächst in Traiskirchen gelandet ist und dann in die betreute Wohngruppe des Vereins Einstieg in St. Johann im Pongau übersiedelt wurde. Er zeigte sich bei der Mithilfe in der Küche dermaßen geschickt, dass nach Abklärung mit dem AMS seinem Berufswunsch Koch gemäß eine Lehrstelle im Berghof St. Johann Alpendorf gefunden wurde. Die White Card machte diese win-win Situation möglich: der Berghof erhielt einen äußerst engagierten und dringend benötigten Lehrling und Ali steht glücklich am Herd und rührt in den Töpfen. Lehrstellenangebote sind daher auch im Pinzgau erwünscht, sobald die Jugendlichen ausreichend Deutsch können.

Mitanond – gegenseitiges Kennenlernen beseitigt Vorurteile

Wer die Dankbarkeit der Jugendlichen über ihre freundliche Aufnahme in der Einrichtung und in Saalfelden erlebt hat, ist umso mehr bereit, zu helfen. Alle austauschwilligen Menschen sind daher herzlichst eingeladen, einfach mal beim Abendessen vorbeizuschauen oder beim Deutschunterricht am Abend mitzuhelfen. Mit dem Verein Mitanond – Verein zur Förderung von Spracherwerb und interkulturelle Begegnung in Saalfelden werden regelmäßig Treffen zum Austausch mit der lokalen Bevölkerung organisiert.

Einstieg – Perspektiven für Beruf & Leben!

Der Verein Einstieg fördert seit 1986 in aktuell über 15 Projekten benachteiligte junge Menschen in ihrer beruflichen und persönlichen Entwicklung und bereitet sie so auf ein selbständiges Leben vor.  Einstieg sucht erfolgreich nach Lösungen, wenn alle anderen Systeme bereits ausgereizt sind. Junge Menschen werden mit einem „Werkzeugkoffer“ zur guten Lebensgestaltung ausgestattet.  Rund 80% schaffen den „Einstieg“ in ein selbständiges BerufsLeben.

Rund 71 MitarbeiterInnen in Ganz- und Teilzeitbeschäftigungen fördern an die 3.500 junge Menschen pro Jahr. Die MitarbeiterInnen haben unterschiedlichste Berufe wie SozialpädagogInnen, Personalentwickler, KurstrainerInnen etc. Der gemeinnützige Verein betreibt drei gemeinnützige GmbHs und wird von regionalen, nationalen und europäischen Fördergebern unterstützt.