Wir feiern unser 40 Jahr-Jubiläum – ohne Fest.

Der Verein Einstieg ist im Bundesland Salzburg eine Konstante, wenn es darum geht, Menschen beim (Wieder-)Einstieg in den Arbeitsmarkt zu unterstützen. 28 Projekte an zwölf Standorten im gesamten Bundesland haben zum Ziel, Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Menschen, die den Wiedereinstieg schaffen wollen, Beratung, Unterstützung und Coaching zu bieten – mit dem Ziel der Berufsorientierung, der Berufsfindung, des Einstiegs ins Berufsleben und der Erhaltung des Arbeitsplatzes.

1986 wurde der Verein gegründet, mit der Werkstätte mit Hauptschulabschluss, dem heutigen Pflichtschulabschlusskurs. Das Nachhilfeprojekt Joker folgte 1993 und 1997 das erste Projekt mit Zielgruppe Mädchen. Seitdem ist der Verein gewachsen: auf 28 Projekte, 12 Standorte und rund 130 Mitarbeitende.

Ideenwettbewerb statt Festakt

Heuer feiert Einstieg sein 40-jähriges Bestehen. Ganz ohne Fest, ganz ohne Pauken und Trompeten. Aber mit nicht weniger Glanz. Was dahinter steckt, erzählt Geschäftsführer Thomas Zeinzinger: „Statt in ein Fest wollten wir lieber in unsere Zielgruppe, nämlich Jugendliche, investieren. Unser Jubiläum sollte nachhaltig wirken, unseren Auftrag und unsere Werte widerspiegeln. So riefen wir firmenintern einen Ideenwettbewerb ins Leben. Unsere Kolleg*innen konnten allein oder im Team Projekte für Jugendliche entwickeln, für die sie aus ihrer Arbeit heraus auch Bedarf sahen. Sie sind die Profis für ihre Zielgruppe und deren Bedürfnisse. “

Zehn Projekte wurden eingereicht, von Einzelpersonen oder von Teams. Eine Jury, bestehend aus Kinder- und Jugendanwältin Johanna Fellinger, Vorstandsmitglied Andreas Lovrek, Betriebsleiterin des Einstieg AusbildungsFit Iris Brunnauer und Andrea Donhauser, Assistentin der Geschäftsführung, bewertete, reihte die Projekte und entschied sich schließlich für das Bubenprojekt NEXT GEN BOYS. Ein Projekt, das Workshops an Schulen ausschließlich für Buben* anbietet und somit eine Lücke schließt im Angebot für Schüler in Salzburg. Die Schulworkshops regen an zur Auseinandersetzung mit Männlichkeitsbildern und ermöglichen so neue Perspektiven auf etwaige Berufsfelder.

Projekt zur Stärkung von Burschen

Projektleiterin Cornelia Brunnauer: „NEXT GEN BOYS ist immens wichtig, weil es Buben* in einer entscheidenden Lebensphase ganz konkret stärkt: Sie lernen, ihre Vorstellungen von Männlichkeit zu hinterfragen, ihr Selbstbewusstsein zu stärken und gewaltfrei zu kommunizieren. Gleichzeitig entwickeln sie vielfältige und klischeefreie Perspektiven für ihre Bildungs- und Berufswege.“ Das Projekt stärkt Buben*, ermutigt sie, stereotype Rollenbilder zu hinterfragen, Konfliktlösungsstrategien zu erlernen und ebnet durch diesen Zugewinn an Selbstbewusstsein auch den Weg für einen erfolgreichen Schulabschluss und eine weiterführende Berufsausbildung.

Das Projekt startet mit Pilotworkshops im Sommer und wird im Herbst an Schulen im Bundesland Salzburg durchgeführt. Ziel ist es, einen langfristigen Fördergeber für die 40-Jahr-Idee zu finden und Burschen* an Schulen mit einem stabilen Angebot stärken zu können. Für glänzende Augen statt glanzvoller Worte.